Zahnimplantation - FRAGEN UND ANTWORTEN

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit einer
Zahnimplantation.

Zahnimplantate können nach Abschluss des Knochenwachstums in jeder Altersstufe eingesetzt werden. Wichtig für eine erfolgreiche Implantation sind allgemeine Gesundheit, gesundes Zahnfleisch, notwendig sind zudem noch ein ausreichendes Knochenangebot und eine gute Knochenqualität. Erst nach einer gründlichen Untersuchung kann über die Implantation eine Entscheidung getroffen werden.

In der Regel halten Zahnimplantate 10-20 Jahre, je nach der Lage des Implantats und der Mundhygiene des Patienten. Die meisten Hersteller gewähren aber eine lebenslange Garantie auf die Implantate.

Heutzutage werden Implantate aus Titan, einem Metall mit speziellen Eigenschaften, hergestellt, was den Einsatz für diesen Zweck möglich macht – es rostet nicht, ist resistent gegen Säure und anderen Materialien, es ist nicht magnetisch und ist im Vergleich zu seinem Gewicht sehr hart. Dieses Material wurde über viele Jahre hin getestet. Die heutzutage eingesetzten Implantate sind gewebefreundlich, sie fügen dem Körper keinen Schaden zu und vertragen sich gut mit dem Gewebe.

Nach der örtlichen Betäubung wird der Zahnchirurg einen Schnitt ins Zahnfleisch machen, ein Loch in den Kieferknochen bohren und das Implantat darin platzieren. Vorher wird eine Röntgenaufnahme gemacht, die es dem Chirurg ermöglicht, die exakte Position des Implantats zu bestimmen. Nach der Implantation wird das Zahnfleisch vernäht und der Patient enthält Antibiotika und Schmerzmittel.

Die Länge des Eingriffs hängt von der Anzahl der Implantate und insbesondere von der gleichzeitigen Notwendigkeit eines Knochenaufbaus ab. In den meisten Fällen, wenn es sich nur um das Einsetzen eines Einzelimplantats handelt, dauert der Eingriff etwa 1-2 Stunde.

Unsere Patienten sind erstaunt, wie wenig Schmerzen die Einpflanzung eines Implantats verursacht. Zahnchirurgen, Implantologen mit langjähriger Erfahrung führen diesen Eingriff unter örtlicher Betäubung durch. Das ist nur eine kleine Operation, nach der Sie sich etwas unangenehm für ungefähr eine Woche fühlen können, da Sie die Fäden während des Heilungsprozesses spüren.

Wenn das Implantat in den Frontbereich eingesetzt wird, wird Ihnen der Zahnarzt eine provisorische Prothese oder eine Brücke erstellen, damit Sie nicht ohne Zähne bleiben. Wenn Sie eine Vollprothese tragen, dann kann diese während der gesamten Heilungsperiode getragen werden, nachdem sie etwas umgeändert wurde.

Spezielle Tests sind erforderlich, um die Knochenmasse in Ihrem Kiefer festzustellen. Wenn Sie nicht genug Knochen haben, oder wenn er nicht gesund ist, dann benötigen Sie in diesem Bereich möglicherweise einen Knochenaufbau, bevor das Zahnimplantat eingesetzt werden kann, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Der Knochenaufbau und die Implantation können in den meisten Fällen gleichzeitig erfolgen. Der Mundchirurg wird aber entscheiden, ob der Knochenaufbau vor der Implantation notwendig ist. Dann müssen Sie den Heilungsprozess abwarten, bevor das Implantat gesetzt werden kann. In diesem Fall müssen Sie ca. 6 Monate einrechnen, bevor das Implantat eingesetzt werden kann. Während dieser Heilungszeit ist es möglich, Ihre Prothese oder Brücke weiter zu tragen.

Die Zahnimplantate werden von einem Mundchirurgen eingesetzt. Ein Spezialist für Zahnprothetik oder ein allgemeiner Zahnarzt werden Kronen, Brücken oder Gebisse machen. Der Chirurg koordiniert die Behandlung und es werden gemeinsam Entscheidungen über die Art, die Anzahl und den Ort des Implantats getroffen.

Im Allgemeinen muss man mehrere Monate nach der Implantation warten, bevor das Implantat verwachsen ist, das heißt, der Knochen in sicherer Position wächst. Es dauert durchschnittlich 3 bis 4 Monate, und ca. 6 Monate langeiner Knochenaufbau. Während dieser Übergangszeit bleibt das Implantat unter dem Zahnfleisch verborgen. Nach der vollständigen Ausheilung, kann die zweite Behandlungsphase durchgeführt werden, bei der Ihr endgültiger Zahnersatz (Brücke, Krone oder Prothese) eingesetzt wird. Es sind aber solche Methoden, wobei die eingesetzten Implantate sofort mit einem festsitzenden Provisorium versorgt werden können.

Mehr als 90-95 % der Implantatsetzungen sind erfolgreich. Gelegentlich kann aber vorkommen, dass sich das Implantat in den Knochen nicht einpflanzen lässt und locker bleibt. In diesem Fall muss das lockere Implantat entfernt werden und ein anderes eingesetzt werden. Einige mögliche Gründe, warum Implantate nicht mit dem umgebenden Knochen verwachsen: chirurgisches Trauma, Infektion um das Implantat herum, Rauchen, Mangel an gesundem Knochen usw.