Schamlippenkorrektur |
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An den äußeren Genitalien kann, hauptsächlich als Entwicklungsanomalie, ein- oder beidseitige Vergrößerung der inneren Schamlippen vorkommen, die für die Patientin zu verschiedenen funktionellen und ästhetischen Beschwerden führen kann. Aufgrund der Region, in der die Veränderung besteht, kann diese nicht selten schwere seelische Probleme verursachen – diese Tatsache stellt im Prinzip die wichtigste Operationsindikation dar. Das Wesentliche der Labioplastik besteht darin, die vergrößerten inneren Schamlippen mit einer Korrekturoperation symmetrisch zu gestalten und auf die entsprechende Größe zu bringen. Die Schamlippenkorrektur hat nicht nur ein schönes ästhetisches Ergebnis zur Folge, sie kann auch bedeutend das Selbstbewusstsein der Patientinnen stärken.
Vor der Operation Der Operation geht eine Untersuchung durch den plastischen Chirurgen und Facharzt voraus. Nach dieser Untersuchung bespricht der operierende Arzt mit der Patientin die Möglichkeiten, die ihre Entscheidung im Zusammenhang mit der Operation beeinflussen können. Zu diesem Zeitpunkt wird über die für die Operation erforderlichen Labor- und evtl. Ergänzungsoperationen (z.B. Internist), über die Arten der Betäubung bei der Operation, über mögliche Komplikationen, über die Pflege zu Hause und die Heilungsphasen gesprochen, also erhält die Patientin all die Informationen, die sie benötigt, um sich für eine Behandlungsmethode bzw. Operation entscheiden zu können.
Operation Es wird empfohlen, die etwa eine Stunde dauernde – unter örtlicher Betäubung oder in kurzer Narkose ausführbare – Operation in den Tagen ausführen zu lassen, die auf die Menstruation folgen, weil die Wunden so bis zur nächsten Menstruation verheilen. Während der Operation werden die überflüssigen Teile der Schamlippen herausgeschnitten, dann werden die Wundränder mit einer sehr dünnen Nadel und Operationsfaden zusammengenäht.
Nach der Operation Nach einer mit örtlicher Betäubung ausgeführten Operation entlassen wir die Patientin nach 2 - 3 Stunden und in Begleitung nach Hause, bei einer unter Narkose ausgeführten Operation erfolgt das nach 10 - 12 Stunden. Während dieser Zeit stabilisieren sich die physiologischen Funktionen (Blutdruck, Stuhlgang, Urin). Die Patientin muss ihre Pflege zu Hause organisieren. Für zu Hause wird sich schonende Lebensweise und Ruhe empfohlen. Wenn nötig, ist das Einnehmen von Antibiotikum, Schmerzmittel empfohlen. Im Operationsbereich kann es zu Schwellung kommen oder eine bläulich-lila Verfärbung entstehen, was dem normalen postoperativen Bild entspricht. Indem einige Tage mit Eis gekühlt wird, verschwinden die Hämatome langsam und spurlos. Das Fäden-Ziehen erfolgt zwei bis drei Wochen nach der Operation. In der Zeit nach der Operation empfehlen wir das Waschen mit Betadine-Flüssigseife sowie das Vermeiden von Geschlechtsverkehr für 3 - 4 Wochen.
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